Das WIR in Ebersheim

Ebersheimer Bürgergesellschaft e.V.


 Einmal im Quartal - das Ebersheimer Reparatur-Café 

Samstags herrscht reger Betrieb im Sitzungszimmer hinter der Ortsverwaltung

Einmal im Quartal - und zwar immer am mittleren Samstag im mittleren Monat - füllt sich der Ebersheimer Sitzungssaal mit Besuchern. Neben Freunden und Bekannten bringen sie vor allem defekte Alltagsgegenstände mit. Maschinen und Haushaltsgeräte mit und ohne Kabel, kaputtes Spielzeug, Fahrräder, Computer und Drucker. Hier kommen Tonbandgeräte wieder ins Laufen, finden Staubsauger zurück zu ihrer Anziehungskraft. Töpfe erhalten einen festen Griff, Keyboards finden ihre Töne wieder, Drucker ihre Farben. Ehrenamtliche Reparateure schrauben und hämmern, klemmen und löten - und zwar gemeinsam mit den Besuchern, die so ganz neue Seiten an ihrem Gerät entdecken.   

Motorschaden oder Kabelbruch - hier werden Probleme so lange analysiert bis die Fehler gefunden sind. Hat man sie gefunden, werden sie gemeinsam bearbeitet. Und sollte ein Ersatzteil notwendig sein, dann wissen die Reparateure häufig auch, wo die Besucher sie besorgen können.  Denn Ersatzteile sind in der kostenlosen Reparatur im Ebersheimer Reparatur-Café nicht enthalten.  Natürlich lässt sich nicht alles reparieren. Aber vieles - bislang das meiste. Und deshalb kann auch vorbeigebracht werden, was immer eine Person alleine in Sitzungszimmer tragen kann. Und zwar ohne Sackkarre: also Kühlschränke, Gefriertruhen, Waschmaschinen und ähnliche Geräte sind nichts für das Reparatur-Café. Die Nähmaschine aber, die passt wieder. 

Im Jahr 2020 ging es Mitte Februar mit dem ersten Reparatur-Café los. Weitere Termine sind der 16. Mai, der 15. August und der 14. November. Die Veranstaltung beginnt jeweils um 10 Uhr und endet um 14 Uhr. Für alle, die auf die jeweilige Reparatur ein wenig warten müssen, gibt es im Café-Bereich Tee oder Kaffee sowie Kuchen.   

 


So funktioniert es:


Die Besucher des Reparatur-Cafés bringen ihre beschädigten oder funktionsuntüchtigen Gegenstände von zuhause mit. Toaster, Lampen, PC's, Laptop's, Föhne, Fahrräder, Spielzeug - alles, was nicht mehr funktioniert, kaputt oder beschädigt ist, kann mitgebracht werden. Mit oder ohne Kabel - das ist egal. Grundsätzlich gilt: repariert wird, was eine einzelne Person alleine in das Sitzungszimmer tragen kann.

Bei der Reparatur wirken Besucher und Experte des Reparatur-Cafés zusammen. Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass die Reparatur gelingt. Bislang lag die Erfolgsquote bei rund 60%. Die Arbeiten sind grundsätzlich kostenlos. Wartezeiten, die es sicherlich geben wird, werden bei Kaffee und Kuchen überbrückt. Spenden sind willkommen. 

Das Reparatur-Café will, und darauf legen wir größten Wert, keine Konkurrenz zu  Reparatur-Profis darstellen. Es soll vielmehr ganz im Gegenteil das Interesse am Reparieren wieder wecken und der Respekt vor handwerklichem Geschick, Wissen und Können erhöht werden und so zur Reduzierung der Müllberge beitragen. Das ist sehr notwendig, denn in Deutschland wird unfassbar viel weggeworfen. Tonnenweise landen täglich Gegenstände auf den Müllhalden, an denen nicht viel kaputt ist und die nach einer einfachen Reparatur problemlos wieder verwendet werden könnten. Leider steckt dieses Denken kaum mehr in den Köpfen vieler Menschen und im System. Eine Reparatur spart Geld und kostbare Rohstoffe und trägt zur Reduzierung des CO2-Ausstosses bei. Mit dem Reparatur-Café sollen diese Ideen gefördert und in die Bevölkerung getragen werden.


Wer mitmachen will, als Reparateur/In oder im Ablaufteam/Orgateam (das sind alle die am Empfang oder im Café bei der Kaffee- und Kuchenausgabe tätig sind) kann sich bei Peter Schwalm, Telefon: 06136/7520263 oder schicken Sie uns unsere Kontakt-Mail. 

 

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